Société Genevoise d’Études Allemandes

Vincenzo Todisco (Rhäzüns) liest aus seinem Roman „Das Eidechsenkind“

Online-Veranstaltung

Lesung_Todisco-1

 

Die Veranstaltung wird als Online-Veranstaltung abgehalten werden. Die Einwahl ist kurz vor Beginn der Veranstaltung hier möglich:

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ID de Réunion: 955 0787 3983

Passwort: 717124

Bereits in der sechsten Auflage liegt inzwischen der 2018 im Zürcher Rotpunktverlag erschienene Roman „Das Eidechsenkind“ des aus Graubünden eingeladenen Vincenzo Todisco vor. Nach vier italienisch geschriebenen Romanen, darunter „Quasi un Western“ (Bellinzona 2006) und „Rocco e Marittimo“ (Bellinzona 2011) wechselte er mit „Das Eidechsenkind“ ins Deutsche. Und Todisco trifft mit dessen Thema – dem der „verbotenen“ Kinder“ – einen Nerv der Zeit. Den sog. „Gastarbeitern“ war es bis gegen Ende des 20. Jahrhundert verboten, ihre Familien in die Schweiz mitzunehmen. Das Kind in Todescos Geschichte hat keinen Namen, allein lebt es in einem Zimmer, der stanza in fondo, weil es sich in den 60er Jahren im Gastland nicht zeigen darf. Zwischen realistischer und phantastischer Darstellung schwankend, gestaltet Todisco ein Schicksal, das man nicht so leicht vergisst.

Vincenzo Todisco, 1964 als Sohn italienischer Einwanderer in Stans geboren, studierte Romanistik in Zürich und lebt heute als Autor und Dozent in Rhäzüns. Für sein literarisches Schaffen wurde er 2005 mit dem Bündner Literaturpreis ausgezeichnet. Seine vier italienischen Bücher sind auch in deutschen Übersetzungen erhältlich. Das Eidechsenkind wurde für den Schweizer Buchpreis 2018 nominiert und wird auch im Deutschunterricht in Genf gerne gelesen. Vor kurzem hat Todesco es ins Italienische übertragen („Il bambino lucertola“, Locarno 2020).

In Zusammenarbeit mit der deutschsprachigen reformierten Kirchgemeinde, der Lehrerfortbildung des Département de l’Instruction publique und dem Collège de Genève.