Société Genevoise d’Études Allemandes

Christina Kunz (Cembalo, Aarburg), Der junge Mozart in Genf

Vortrag in Wort und Musik

Foto: Tony Troy.

In Mozarts dreieinhalb Jahre dauernde Konzert-und Bildungsreise durch Westeuropa fällt 1766 auch der Genfer Aufenthalt des jungen Genies.„[I]n geneve fanden wir noch den innerlichen Bürgerkrieg in voller Flamme, welcher uns doch nicht hinderte, 3 Wochen allda auszuhalten“, schreibt Vater Leopold Mozart seinem Freund Hagenauer nach Salzburg. Von den berühmten Sackuhren, die Leopold in Genf unbedingt zu sehen angekündigt hatte, ist nicht mehr die Rede. Die politische Situation war das Thema, aber auch die „Betrachtung einiger Merckwürdigkeiten, und gemachte Bekanntschaften mit Personen, die wegen ihrer Geschicklichkeit und besonderen Talentenberühmt sind“. Das komponierende Kind jedoch liess sich bei all den vielen Aktivitäten und Verpflichtungen –das erstaunt immer wieder –durch nichts von seiner Berufung abhalten. Genf war für die Familie Mozart eine interessante und prägende Stadt, an welche sich Wolfgang noch in seinen späteren Pariser Jahren detailliert erinnert.

Die Cembalistin Christina Kunz, die von Mozarts Reise erzählen und uns Kostproben vom Schaffen des Wunderkindes zu Gehör bringen wird, studierte Klavier am Konservatorium Zürich und Cembalo an der Nordwestdeutschen Musikhochschule Detmold vor allem bei Prof. Franzpeter Goebels, dessen umfassendes Wissen ihr den Weg zu vielen Projekten öffnete. Sie konzertierte als Solistin und Kammermusikerin u.a. im Bachhaus Leipzig, der Wigmore Hall London, mit dem Kammerorchester der Münchner Philharmoniker, dem Oxford Orchester u.a. Christina Kunz ist Initiantin und Präsidentin des «Itinéraire suisse de Mozart/Schweizer Mozartweg».

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Schule Genf, dem Deutschen Internationalen Club in Genf und der Österreich-Gesellschaft Genf.