Société Genevoise d’Études Allemandes

Hans-Jürgen Schrader (Université de Genève), Paul Celans Gedichte nach Auschwitz – eine Erinnerung zu seinem 100. Geburtstag

Mit Lichtbildern und einer Hörprobe

Foto: Eveline Schrader

 

Paul Celan, vor hundert Jahren am 23.11.1920 als Paul Antschel kurz nach der k.uk.-Zeit in Czernowitz geboren, kam nach dem Entrinnen aus der Shoah 1948 nach Wien, wo seine Liebe zu Ingeborg Bachmann begann. Die zweite Lebenshälfte bis zum Ertrinken in der Seine vor fünfzig Jahren verlebte er in Paris, eine „Atemwende“ war 1969 der Aufenthalt in Israel. Er gilt heute als wohl bedeutendster Lyriker deutscher Sprache nach dem Zweiten Weltkrieg. Vorgestellt wird er uns (mit Bildern und einer Hörprobe) im Überblick der wichtigsten Stationen seines Lebens und im Erschließen einiger ausgewählter Gedichte.

Prof. Dr. em. Hans-Jürgen Schrader, Ehrenpräsident unserer Société genevoise d’études allemandes und Kulturberater der Österreich-Gesellschaft Genf, kehrt mit diesem Vortrag über „Paul Celans Gedichte nach Auschwitz“ zu einem der wichtigsten Themen der Auseinandersetzung mit deutschsprachiger Dichtung und zu einem seiner Spezialgebiete, der Literatur des 20. Jahrhunderts, zurück; dies auch als Teil unseres Diptychons anlässlich des hundertsten Geburtstags dieses Dichters.

 

 

In Zusammenarbeit mit dem Département de langue et de littérature allemandes der Universität Genf und der Österreich-Gesellschaft Genf.